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News | Aktuelles 2019

„OWL zeigt Herz“ fördert Schwimmkurse in DRK Kitas - Mit dabei auch Vorschulkinder der DRK Kita Heeper Strolche

Mehr Kinder sollen Schwimmen lernen. Dafür machen sich Daniel Stephan (Vorsitzender „OWL zeigt Herz“, Katja Pollakowski (BBF) und Petra Schlegel (DRK) ein.
41 Vorschulkinder aus Kitas des DRK Kreisverbandes Bielefeld lernen dank der Förderung von „OWL zeigt Herz“ Schwimmen.

Seit Gründung von „OWL zeigt Herz“ im Jahre 2007, fördert der sozial engagierte Verein neben den Bereichen Kultur und Musik auch mit seinem eigens gegründeten Projekt „Sport macht Kinder stark“ unterschiedlichste Sportangebote für Kinder. Bereits im letzten Jahr haben mit Unterstützung des Vereins in Lemgo insgesamt 150 Grundschülerinnen und Grundschüler der Region Ostwestfalen-Lippe aktiv an den Ferienschwimmkursen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) teilgenommen.

„Ab jetzt werden wir dieses erfolgreiche Projekt im Rahmen von „Sport macht Kinder stark“ auch in Bielefeld umsetzen und so mit einer Gesamtspende von 20.000 Euro fördern“ sagt Daniel Stephan, als 1. Vorsitzender von „OWL zeigt Herz“ und Pate des Projekts „Sport macht Kinder stark“. In Kooperation und Partnerschaft mit der zur Stadtwerke-Gruppe gehörenden „Bielefelder Bäder und Freizeit GmbH“ (BBF) können nun auch in der Teuto-Metropole die kleinsten Wassersportler aktiv sein und sich zu sicheren Schwimmern entwickeln.

Von der Förderung profitieren bereits jetzt 41 Vorschulkinder aus Kitas des DRK in Bielefeld. Nach Ferienschwimmkursen im Familienbad Heepen wird das Projekt nun im SennestadtBad fortgeführt. Hier finden die Kurse von August bis Dezember 2019 wöchentlich statt. Zeitgleich werden von September bis Dezember 2019 ebenfalls wöchentlich die Schwimmbahnen des ISHARA in weiteren Kursen genutzt. Petra Schlegel, Fachberatung Kitas beim DRK Kreisverband Bielefeld, ist begeistert: „Die Resonanz von Kindern und Eltern ist großartig. Die Kinder sind hochmotiviert und freudig bei der Sache“.

Mit viel Spaß und Geduld wird den Kindern vom geschulten BBF-Fachpersonal das Schwimmen beigebracht. Die Kinder vertiefen ihre Fähigkeiten im Tauchen, Gleiten und Springen. Im Vordergrund stehen das Erlernen der Koordination von Armen und Beinen sowie das Trainieren von Kraft und Ausdauer. Die intensiven Schwimmkurse umfassen in der Regel 15 Einheiten à 45 Minuten und das ein bis zweimal wöchentlich. Ziel ist sicheres Schwimmen im tiefen Wasser zu erlernen. Am Ende wird nach bestandener Prüfung das Seepferdchen-Abzeichen überreicht. Dies beinhaltet 25 Meter schwimmen, das Heraufholen eines Gegenstandes aus dem schultertiefen Wasser und einen Sprung vom Beckenrand.

Katja Pollakowski von der BBF erklärt „Die Stadtwerke Bielefeld Gruppe trug auch einen sportlichen Teil zu diesem Projekt bei. Die BBF forderte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens dazu auf, gemeinsam 54,3 Kilometer zu schwimmen und damit „OWL zeigt Herz“ zu unterstützen. Da das Ziel erreicht wurde, spendet die BBF zwei Kurse für insgesamt 20 Kinder an den Verein“.

 

 

 

 

Eine Woche Fitness und Wellness für Kita-Kinder

Mit viel Ehrgeiz und Spaß meisterten die Kinder beim Frühsport auch anspruchsvolle Übungen.
So schön ist Rudelsingen, für einige Kinder sogar zum Abheben.
Lecker: Malina nimmt schon einmal eine Kostprobe von ihrem selbstgemachten Frucht-Spieß.

Sich entspannen, gesund ernähren, Sport treiben, singen und das alles in einer tollen Gemeinschaft: Klingt wie ein Wellness-Aufenthalt in einem Luxushotel, könnte man meinen. Eine „Fitness- und Wellness-Woche“ mit allem Drum und Dran durften jetzt zwei- bis sechsjährige Kita-Kinder erleben – mitnichten in einem Luxus-Hotel, sondern direkt vor der eigenen Haustür in der Kita Heeper Strolche des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Was braucht der Mensch, um gesund zu sein und sich rundherum wohlzufühlen? „Diese Frage haben wir uns gestellt“, erzählt Kita-Leiterin Marita Gelbe-Kruse. Um die zentralen Aspekte Entspannung, Bewegung und gesunde Ernährung schnürten sie und ihr Team ein Programm, das sich sehen lassen konnte. In den Tag starteten die Kinder mit Frühsport. Mit flotter Musik und unterstützt von Erzieherin Christina Rempel gab es Bewegungsspiele, Turnübungen und sogar Yoga. Kein Wunder also, dass dies unter den Lieblingsangeboten der Kinder ganz oben rangierte. Bewegung mach hungrig: Nach der Fitnesseinheit gab es für alle Kinder ein täglich wechselndes gesundes Frühstück aus Cerealien, Naturjoghurt, Brot, Rührei, Obst oder Gemüse.

Wissenschaftlich erwiesen ist: Wer singt, lebt gesünder. Allmorgendlicher dritter Programmpunkt war daher das „Rudel-Singen“. Im Mehrzweckraum der Kita trafen sich alle Kinder, um mit Musikpädagogin Maria Storck zu singen und zu musizieren. Nicht fehlen durfte dabei „Wir sind die Kinder vom DRK“. Lieder wie „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“ oder „Ich brauche kein Orchester, ich hab Musik im Blut“ verknüpfte Storck mit Bewegungen und Klängen, die den kleinen Sängern sichtlichen Spaß bereiteten. Etwas Mut brauchte, wer sich beim „Stimmakrobat“ als Vorsänger meldete. Malina, Theo und Ludwig lösten die Aufgabe mit Bravour und wurden von allen mit donnerndem Applaus belohnt.

Nach dem Singen konnten die Kinder zwischen einem weiteren Sportangebot und der „Wohlfühlgruppe“ wählen. In der „Wohlfühlgruppe“ wurde geplanscht und experimentiert, mit Rasierschaum gespielt oder sich bei einer Phantasie-Reise entspannt. „Die Atmosphäre war einfach schön: Die Kinder unterhielten sich, erprobten ihre Fertigkeiten in der Kleingruppe und entwickelten gemeinsam Problemlösungen“, berichtet Erzieherin Nadine Stegelmann.

Die Fitness- und Wellness-Woche hat übrigens schon zum zweiten Mal bei den Heeper Strolchen stattgefunden. Wenn es nach Marita Gelbe-Kruse geht, soll nicht das letzte Mal gewesen sein: „Die Kinder sind einfach so unglaublich entspannt und zufrieden“, resümiert die Kita-Leiterin. „Das Projekt zu stemmen, ist ein echter Kraftakt für unser Team, aber es lohnt sich“.

 

 

 

10 Jahre Early English beim DRK - Englisch lernen mit allen Sinnen

10 Jahre Early English im DRK: Erzieher Uwe Hacker mit der Handpuppe Henry und Projektleiterin Marita Gelbe-Kruse gratulieren.
Christina und Christoph Fliether alias Annie und Alex spielen und singen mit viel Freude beim Early English-Mini-Musical.
Die Early English-Kinder der Kita Heeper Strolche mit Annie und Alex, Erzieherin Nadine Stegemann (hinten links) und Kita-Leiterin Marita Gelbe-Kruse.

Mit Kindern, Eltern und Erzieher*innen haben die Kitas des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) 10 Jahre „Early English“ im DRK gefeiert. Dort lernen alljährlich Kinder im letzten Kindergartenjahr erste Redewendungen in englischer Sprache. Seit 2009 haben 650 Kinder mitgemacht.

Von Anfang an verantwortlich für das Projekt beim DRK ist Marita Gelbe-Kruse. „Die Kinder lernen mit allen Sinnen“, sagt die Projektleiterin. „Es werden nicht nur die Sprache, sondern auch musische, soziale und feinmotorische Kompetenzen gefördert“. Acht Monate lang treffen sich die Kinder einmal in der Woche in Kleingruppen. Intuitiv und spielerisch erobern sie den neuen Sprachraum. „Das macht ihnen so viel Spaß, dass sie das Lernen gar nicht bemerken“. Lieder, einfache Übungen, Spiele sowie Mal- und Bastelarbeiten sind die wichtigsten Bausteine der Mini-Lessons. Diese enthalten jeweils ein Lernziel und bauen systematisch aufeinander auf.

Erzählt wird dabei die spannende Geschichte von Annie und Alex, die mit ihren Freunden bei ihrer Reise durch das „Rainbowland“ viele Abenteuer erleben. Als Höhepunkt eines jeden Early English-Jahres besuchen sie das DRK und spielen vor allen Kindern und ihren Eltern das Annie- und Alex-Musical. Mit dabei sind natürlich die bekannten Songs aus dem Early English-Programm, die von den kleinen Sprachtalenten begeistert mitgesungen werden. Gemeinsam wird gezählt, Gegenstände und Farben benannt und sich begrüßt, ganz klar also: „English is easy, English is fun“.

Entwickelt wurde das Lernkonzept von dem Lehrer und Musiker Paul Lindsay. Er erfand auch die Geschichte von Annie und Alex, komponierte und textete alle Lieder. Bundesweit nehmen mehr als 5.000 Kinder am Early English-Programm teil.

 

 

 

„Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ - Sprach-Kitas präsentieren sich beim Markt der Möglichkeiten

Simone Grzegorz, Marita Gelbe-Kruse (DRK Kita Heeper Strolche), Hanne Holtkamp (DRK Kita Bullerbü) und Marlene Schütze (DRK Kita Löwenzahn) präsentieren ihre Ideen zu Theater-AGs, geschlechterneutralem Spielzeug, verständlicher Sprache und Zusammenarbeit mit den Eltern.

26 Sprach-Kitas von neun verschiedenen Kita-Trägern haben ihre Erfolgsmodelle im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ bei einem „Markt der Möglichkeiten“ präsentiert. Mit sechs Kitas war das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am stärksten vertreten. Eingeladen waren pädagogische Fachkräfte aus Kitas, Grundschulen und Ausbildungsschulen für Erzieher*innen. Elternratsmitglieder, Trägervertreter*innen und Verantwortliche für Kitas in Jugendämtern und Behörden aus Ostwestfalen-Lippe. An Informationsständen konnten sich Besucher*innen über Ideen zur praktischen Durchführung in Kitas informieren und austauschen. Konkret präsentiert wurden Anwendungsbeispiele zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, zur inklusiven Pädagogik sowie zur Zusammenarbeit mit Familien.

Theater-AGs werden gleich in zwei DRK Kitas angeboten: In der Kita Löwenzahn und in der Kita Heideblümchen kreieren die Kinder Kostüme und Bühnenbild selbst, beschäftigen sich intensiv mit der Geschichte des Stücks und führen dies vor einem größeren Publikum auf. Mit Vorlese-Spiel-und-Bastel-Angeboten für Kinder und Eltern während der Abholzeit und einem „Gruppentierrucksack“ will man in der Kita Abenteuerland alltagsintegrierte Sprachbildung und die Zusammenarbeit mit Eltern intensivieren. „Was das Kind mit dem Gruppenstofftier am Wochenende erlebt, schreiben die Eltern in ein Buch. Das Kind erzählt von den Erlebnissen des Tiers am Montag im Morgenkreis“, erläutert Hedwig Werner, Fachkraft für Sprache, das Konzept.

Mit geschlechterneutralem Spielzeug, Puppen mit dunkler Hautfarbe oder Geschichten ohne klassische Familienkonstellationen hat die Kita Heeper Strolche das Thema Inklusion in den Fokus gerückt. Erwachsene sollen zudem für einen Sprachgebrauch auf Augenhöhe mit ihren Kindern sensibilisiert werden. Das Konzept für ihre rund 1.000 Kinderbücher umfassende Leihbibliothek präsentiert die Kita Weltweit. Die Kinder können sich anhand einfacher Symbole in 12 verschiedenen Kategorien wie „Natur“ „Märchen“ oder „Fremdsprachen“ orientieren. Bücher darf ein Kind pro Gruppe am Wochenende ausleihen und zu Beginn der nächsten Woche davon erzählen. Die Bücher werden dabei eingescannt und automatisch erfasst. „Damit führen wir die Kinder spielerisch an die Abläufe in der Stadtbibliothek heran“, sagt Erzieherin Claudia Wittbrock. Auch die Kita Bullerbü wendet dieses Konzept an.

Für das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) werden im Zeitraum von 2016 bis 2020 Mittel im Umfang von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung gestellt. Damit können insgesamt rund 7.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in Kitas und in der Fachberatung geschaffen werden.

Link: https://sprach-kitas.fruehe-chancen.de

 

 

 

Mit Singen Kinder fördern


Jeder Mensch wird musikalisch geboren. Kinder lieben es zu singen und zu musizieren. Schon als Säuglinge fangen sie an, mit ihrer Stimme zu experimentieren. Singen fördert die Sprachentwicklung, die motorische Entwicklung, musikalische und soziale Kompetenzen von Kindern.

Dazu brauchen sie Erwachsene, die mit ihnen singen. Sie können Gesang spielerisch gestalten, sich dem Tempo der Kinder anpassen, Pausen machen, zwischendurch Wörter erklären. In dem Projekt „Klangoliedo“ erleben und gestalten Kinder bei uns Musik in all ihren Ausdrucksformen: Mit Liedern, Rhythmen, Instrumenten, Bewegung und Tanz.

Einmal in der Woche treffen sie sich in altersspezifischen Kleingruppen für Kinder unter bzw. über drei Jahren. Begleitet werden sie dabei von einer externen Musikexpertin, die auf Grundlage der Bildungsinitiative „Toni singt“ des Chorverbandes NRW arbeitet. Sie hilft Ihnen dabei, spielerisch und altersgerecht Stimme und Klänge zu entdecken, ihre Singstimme in der kindlichen Stimmlage zu fördern und Lieder kennenzulernen. Das Wichtigste dabei: Spaß und Freude an der Musik und den Klängen, an Bewegung und Tanz.

www.toni-singt.de

 

 

„Musik macht einfach glücklich“

Marie Storck (von links) zeigt Theo, Malina und Noah, wie sie ihre musikali-sche Klettertour auf einen Baum mit ihrer Stimme und mit Bewegungen begleiten können.
Brian (von links) und Liam lassen eine Rakete steigen. Ihre Stimme fliegt mit.
Wie macht der Elefant nochmal? Gar nicht so leicht für Theo, Malina und Noah. Egal, es macht Spaß!

 

Seit einigen Wochen dreht sich in der Kita Heeper Strolche des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einmal in der Woche alles um Musik. „Klangoliedo“ heißt das Projekt, in dem Kinder spielerisch und altersgerecht Stimme und Klänge entdecken können.

Als Maria Storck auf dem Xylophon der Ton A anschlägt, hat sie sofort die volle Aufmerksamkeit der Kinder. Die Musikpädagogin leitet das Angebot, bei dem sich Kinder in altersspezifischen Kleingruppen für unter- bzw. über Dreijährige treffen. Ihr Ziel: Die Mädchen und Jungen Musik erleben und gestalten zu lassen: Mit Liedern, Rhythmen, Instrumenten, Bewegung und Tanz.

Rhythmusinstrumente, Bewegungsspiele und Singgeschichten bringen Abwechslung ins Programm. Alles wird von Klängen und vor allem von Gesang begleitet: Zum Lied „Wir wollen alle singen“ wird geklatscht, gestampft und die Hände gerieben. Quatschwörter zu singen bereitet den Kindern selbstredend besondere Freude. Und wenn bei dem ganzen „Lulu“, „Lala“ und „Blabla“ mehr gekichert als gesungen wird, fliegt Storck mit den Kindern eine kleine musikalische Runde durch den Raum.

Als Storck eine echte Mango vom imaginären Baum fallen lässt, ist die Überraschung groß. Gemeinsam wird überlegt, um welche Frucht es sich handelt, diese einmal herumgereicht. Eine auf dem Xylophon gespielte Tonleiter lässt die Kinder auf den Baum und wieder herunterklettern: Je höher die Kinder klettern, desto höher der angeschlagene Ton. Das einfache Lied „Mango, Mango, Mango“ haben die Kinder schnell gelernt, mit Rasseleiern und Klanghölzern kommt südamerikanische Stimmung auf. 

„Können wir das mit dem Kuckuck nochmal machen“? Klar können wir. Eine Turnbank wird zum Baum, von dem die Kinder einzeln mit einem „Kuckuck“ herunterspringen. Besonders beliebt: Storck dreht den Jungen und Mädchen den Rücken zu und muss raten, wer gerade der Kuckuck war. Und natürlich erklingt das Lied vom Kuckuck aus dem Wald. Übrigens in der natürlichen Stimmlage der Kinder, also relativ hoch. „Das ist wichtig, um sowohl die Sing- als auch Sprechstimme der Kinder altersgerecht zu fördern“, weiß die Musikexpertin. Sie empfiehlt Eltern, unbedingt selbst mit ihren Kindern zu singen. „Das macht nicht nur Spaß, Musik macht einfach glücklich“.

Zu beobachten ist dies auch in den beiden Musikgruppen, für die sich Storck zum Abschluss je nach Alter der Kinder ein anderes Singspiel ausgedacht hat. Die Kleineren imitieren mit dem Lied „Wenn ich nicht ein Kindlein wäre“ Tierstimmen und –bewegungen. Die größeren fliegen in einem Pappkarton auf den Mond und wer in die leuchtenden Kinderaugen sieht, weiß, dass sie dort auch wirklich angekommen sind.

 

 

Wie aus Raupen Schmetterlinge werden

Ganz schön spannend: Theo (v. l.), Marlon und Phil staunen, dass die Raupen beim Einweben kopfüber herunterhängen.
Die aus dem Kokon geschlüpften Distelfalter wurden artgerecht etwa mit Löwenzahnblüten gefüttert.
Abschiedskomitee: Liam (v. l.), Pattrick, Isabell, Mia und Erzieherin Christina Rempel lassen die Schmetterlinge in den warmen Sommerhimmel fliegen.

 

Wie funktioniert eigentlich die Verwandlung von der Raupe hin zum Schmetterling? Dieser Frage waren rund vier Wochen lang Kinder der der DRK-Kita Heeper Strolche auf Spur. In ihrem eigenen Schmetterlingsgarten erlebten die Kinder hautnah, wie sich aus kleinen, hungrigen Raupen Schmetterlinge entwickelten. Projektleiterin Ilona Grabsch und Handpuppe Giesbert vermittelten den Kindern mithilfe von Bilderbüchern, Postern, Liedern und Fotos viel Wissenswertes rund um die Metamorphose.

Damit die Kinder den Prozess tatsächlich beobachten konnten, bestellte Grabsch im Internet ein Set „Schmetterlingsgarten“. Freudig wurde das Paket erwartet, das alles enthielt, was die Raupen für ihre Entwicklung benötigen. Fünf Becher mit ebenso vielen winzigen Raupen samt Futter bezogen ihr Domizil in der Pusteblume-Gruppe. „Im Morgenkreis beobachteten alle Kinder die Mini-Raupen mit Lupen, wie sie am Boden und an den Wänden der Becher entlangkrochen“, erzählt Grabsch.

Schnell wurden die Raupen dicker und größer, so dass die Kinder Details wie Kopf, Beine und Fresswerkzeuge erkennen konnten. Nach etwa zwei Wochen verpuppten sich die Raupen und wurden in eine Aufzucht-Voliere verlegt. „Die Kinder beobachteten die Raupen täglich, fachsimpelten und gaben Prognosen ab, wie lange es dauern würde, bis die Schmetterlinge schlüpfen“, berichtet Grabsch.

Bis es soweit war, dauerte es etwa eine Woche. „Jeder geschlüpfte Distelfalter wurde mit großem Hallo begrüßt“. Die Kinder beobachteten, wie die Schmetterlinge nach rund zwei Stunden die Flügel zu voller Größe entfalteten und erste Flugversuche starteten. Die Projektgruppe versorgte die kleinen Flattermänner mit Obststücken und Löwenzahnblüten und sah ihnen dabei zu, wie sie die Nahrung mit Fühlern und Vorderbeinen erst ertasteten, um dann mit dem Rüssel Saft und Nektar aufzusaugen. Am nächsten Tag entließen die Kinder die Schmetterlinge an einem warmen Frühlingstag in die Freiheit.

„Vorhang auf und Bühne frei“

Die Wilden Kerle Lion (von links), Anna und Edi lieben es, andere zu erschrecken.
Die Theaterkinder Noah (vorne, von links), Lion, Edi, Anna und Greta freuen sich mit Jorid Fischer (hinten, von links) und Uwe Hacker über die gelungene Aufführung.

Wenn aus Heeper Strolchen wilde Kerle werden, ist in der gleichnamigen Kita des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) etwas Besonderes los. Und richtig, mit Kindern Theater zu spielen ist in der Tat etwas Besonderes. Eine Projektgruppe von Mädchen und Jungen im vorletzten Kindergartenjahr führte jetzt ein Stück, angelehnt an das Kinderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendak, auf. Vor Kindern und Eltern der Einrichtung und einer Theaterprojektgruppe der DRK Kita Lummerland hieß es Vorhang auf und Bühne frei.

Wie bei echten Schauspielern mussten die jungen Talente mit ungeplanten Überraschungen zurechtkommen. Da der Darsteller der männlichen Hauptrolle am Tag der Premiere erkrankte, übernahm die weibliche Hauptdarstellerin Greta ihren Part spontan alleine. Zudem musste die Theatergruppe im Verlauf der Vorbereitungen zahlreiche Krankheitsausfälle verkraften. Ein Grund, warum Erzieher Uwe Hacker, der gemeinsam mit Jorid Fischer das Projekt durchführte, während des Stücks gleich in mehrere Rollen schlüpfte und als Regisseur, Souffleur, Mutter und Chef der Wilden Kerle in Erscheinung trat.

Mit vereinten Kräften erzählten die Kinder und Hacker die Geschichte vom besonders wilden Kind Greta, das die Wilden Kerle mit einem Trick dazu bringt, alles zu machen, was es sich wünscht. Das begeisterte Publikum spendete den zu Recht stolzen Theaterkindern lang andauernden Applaus. „Die Kinder sind über sich hinausgewachsen“, freute sich Hacker. „Sie haben gelernt, dass man ein Projekt selbst dann positiv umsetzen kann, wenn nicht alles nach Plan läuft“.

Schon lange gehören Aufführungen kleinerer Stücke zu den regelmäßigen Höhepunkten bei Kita-Festen der Heeper Strolche. „Theaterspielen macht nicht nur Spaß, es schult Sprache, Kreativität und Selbstbewusstsein“, weiß Hacker. Auf ein Ziel hin zu proben, dabei zu bleiben oder Gefühle wie Trauer oder Freude darzustellen, sei für viele noch neu. „Das Schöne dabei ist: Jedes Kind kann sich einbringen, egal, ob es das Bühnenbild oder Kostüme gestaltet, als Beleuchterin arbeitet oder als Schauspieler tätig wird“. So werde eine Aufführung zu einem Erfolgserlebnis für alle.

Der Präsentation des aktuellen Theaterprojektes ging eine Fortbildung im Theater Bielefeld für Erzieher inklusive theaterpädagogischem Coaching vor Ort in Bielefelder DRK Kitas voraus. Diese wurde von der Bielefelder Rotkreuzstiftung unterstützt. Die Idee dazu entstand aus der Kooperation des jungplusX-Vermittlungsteams des Theaters mit dem Leuchtturmprojekt „KinderKulturPass“ des DRK Kreisverbandes Bielefeld. Ziel soll die theaterpädagogische Qualifizierung von Fachkräften in DRK Kitas sein, um das Theaterspielen mit Kindern dort noch stärker als bisher zu etablieren.

Wir wünschen allen Kindern und Familien ein glückliches und gesundes Jahr 2019!