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News | Aktuelles 2016

Weihnachtsbäckerei bei den Heeper Strolchen

Mal einen Gang runterschalten: Beim Weihnachtsbacken steht der Spaß am gemeinsamen Tun im Vordergrund.
Hochkonzentriert bei der Sache: Emily lässt sich beim Ausrollen des Teigs vom Mehl im Gesicht gar nicht stören.
Fertig: Stolz präsentieren Finn-Luca (von links), Ludwig und Bertha Reiberger die ersten fertig dekorierten Plätzchen.

Es soll Kinder geben, für die wird es erst dann richtig Weihnachten, wenn sie sich die ersten selbst gebackenen Plätzchen in den Mund stecken können. Entsprechend freudig ist die Stimmung der Kinder und Eltern, die am vorletzten Kindergarten-Tag des Jahres zu einem von zwei Backnachmittagen in der DRK Kita Heeper Strolche erschienen sind. Aus den Lautsprechern tönt Weihnachtsmusik, es ist richtig gemütlich und süße Leckereien warten darauf, von Klein und Groß vernascht zu werden. Süße Leckereien beim Backen, wo doch der frische Teig geradezu zu einer Kostprobe einlädt? Aber bei den Strolchen wird kein Teig genascht, „wegen der rohen Eier, die wir verarbeiten“ erklärt Erzieherin Stefanie Theiler-Friedrich. „Das ist für alle schwer, weil der Teig so gut riecht“. Erstmal aber sind Kinder und Eltern viel zu beschäftigt, um ans Naschen zu denken.

Mehl wird auf den Tischen verteilt und der duftende Teig mit Gläsern ausgerollt, Förmchen werden von einem zum anderen gereicht. Die Techniken, die die Kinder anwenden, sind durchaus verschieden und offensichtlich dem jeweiligen Temperament geschuldet. Während die einen - ganz Profi - routiniert die Förmchen vorsichtig in den Teig hineindrücken, holen andere kräftig aus, als wenn sie auch die Tischplatten mit einem weihnachtlichen Muster versehen wollten. Schnell wandern Schlitten, Rentiere, Sterne, Weihnachtsbäume und Minions – der diesjährige Renner unter den Plätzchenmotiven - auf die Backbleche.

„Steffi, die Kekse sind voll“, ruft Anastasia (fünf Jahre), als beim besten Willen kein Plätzchen mehr auf die Backbleche passt. Jetzt wird es spannend und damit die Wartezeit nicht zu lang wird, plündern Kinder und Eltern die vom Strolche-Team liebevoll vorbereiteten bunten Teller. Kita-Leiterin Marita Gelbe-Kruse steckt den Kopf durch die Tür: „Ich habe Minions im Backofen gesehen!“ Die erwartungsfrohen und ziemlich bemehlten Gesichter der Kinder strahlen, als die ersten herrlich duftenden, noch ofenwarmen Kekse aus dem Backofen geholt werden. Bevor diese mit buntem Zuckerguss, Smarties, Zuckerperlen oder Schokokringeln verziert werden, gibt es erst einmal eine Proberunde für alle. Hmmmm, lecker!

Jetzt geht es ans Verzieren. Während die einen noch konzentriert bei der Sache sind, haben die ersten Kinder genug und fangen an zu spielen. Finn-Luca (vier Jahre) lässt es Mehl schneien – immerhin, denn der Blick nach draußen lässt die weiße Pracht vermissen.

Aber das stört hier niemanden, denn alle haben Spaß und es geht entspannt und gemütlich zu. Das sei ganz im Sinne des Konzeptes, sagt  Theiler-Friedrich. „Wir nehmen in der hektischen Vorweihnachtszeit ganz bewusst das Tempo raus“. Kein Wunder also, dass das Weihnachtsbacken aufgrund des großen Erfolges bereits im zweiten Jahr stattfindet. Und – so viel darf jetzt schon verraten werden - im kommenden Jahr sicher auch.

Reiten, Arztbesuche und große Abenteuer

Friederike Rethage (Mitte) nimmt Maya, Kira, Laura, Nela, Asya, Azra, Emily und Amira zu einer Reitstunde mit Conny auf den Reiterhof.
Ganz eng zusammen-gerückt bestehen Finn-Luca, Can, Lucian und Giona gemeinsam mit Valentin ein spannendes Höhlenabenteuer.
Durch die Spende eines ehemaligen Kita-Kindes haben die Strolche jetzt noch mehr Auswahl in ihrer Kita-Bibliothek.

„Das allerschönste ist das Ponyreiten“.  Gebannt hängen die acht Mädchen an den Lippen von Friederike Rethage. Die ehemalige Bundesfreiwilligendienstleistende der DRK Kita Heeper Strolche ist heute in „ihre“ Kita zurückgekehrt, um den Mädchen und Jungen vorzulesen. Mit ihr gemeinsam tun das 130.000 Vorleserinnen und Vorleser im ganzen Land anlässlich des 13. Bundesweiten Vorlesetages am 18. November.

Außer einem gelegentlichen „Knack-knack“ beim Knuspern der Kekse, die am Vortag bei den Strolchen für die gemütliche Leserunde gebacken wurden, ist kein Mucks zu hören. Die Mädchenrunde rutscht noch etwas näher an Rethage heran, als Conny den ersten richtigen Ausritt auf ihrem Pferd Flecki macht. „Flecki passt zum Pferd“, meint die fünfjährige Laura beim Betrachten des weiß-braunen Fells. „Oder Maxi“, findet die vierjährige Aysa. Sie hat auch gleich eine Idee, als Connys Mama staunt, dass Conny den Stall ausmistet, weil sie doch zu Hause noch nicht einmal ihr Zimmer aufräumt. „Das muss immer die Mama machen“, stellt sie fest.

Nela (5) darf noch ein Buch aussuchen. Gemeinsam mit Conny begeben sich die Mädchen zur Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt. Ein kollektives „Iiiih“ ertönt, als der Arzt Conny in die Nase leuchtet. Schnell werden eigene Erfahrungen ausgetauscht, auch wie Lauras Sehtest der „Schul-an-dingsbums“ verlaufen ist.

Die Damenriege wird nun durch eine überwiegend aus Jungen zusammengesetzte Runde abgelöst. „Valentin hat keine Angst“ steht als erstes auf der Wunschliste. Grillibel, die Schwester des kleinen Eichelbohrers, ist verschwunden. Gemeinsam mit seinem Freund Cri Cri steigt er in ein tiefes Loch, um Grillibel zu suchen. Cri Cri hat Angst und wittert überall Gefahr. „Ich nicht“, behauptet Can selbstbewusst. „Jeder hat Angst vor irgendetwas“, meint Rethage. Aber der fünfjährige bleibt standhaft: „Ich bin schon einmal im Dunkeln in den Keller gegangen“, entgegnet er und erntet mit dieser Meisterleistung die bewundernden Blicke der übrigen kleinen Zuhörer.

„Wenn du dich nicht weitertraust, wirst du nie etwas erleben“, lautet dann auch das aufmunternde Resümee von Grillibel, das am Ende des aufregenden Höhlenabenteuers steht.

Zum Abschluss noch eine Geschichte mit Tigger und seinen Freunden im Hundert-Morgen-Wald und schon ist der schöne Vorlesevormittag viel zu schnell zu Ende. „Kinder lieben das Vorlesen“, erzählt Rethage, die als Kind ihre Lieblingsgeschichten auswendig konnte. Sie möchte mit ihrem Engagement den Spaß am Lesen wecken. „Lesen tut einfach gut“, sagt die 22-Jährige. Da Vorlesen zudem die Sprache prägt, wird bei den Strolchen täglich vorgelesen. Jetzt übrigens aus einer Reihe neuer Bücher, die der Einrichtung zum Vorlesetag von einem ehemaligen Kita-Kind gespendet wurden.

Die Initiatoren des Vorlesetags, DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung, wollen mit dem Aktionstag ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Lesen setzen und Freude am (Vor-)Lesen wecken. So sollen langfristig Lesekompetenz gefördert und Bildungschancen eröffnet werden.

Laternenfest im Regen

Azra (von links), Amira, Asya und Nela schwenken fröhlich ihre Laternen.
Maya tanzt unter ihrem Regenschirm zu „Milly und Molly“.
Riley, Ludwig, Isabelle und Finn-Luca lassen es sich schmecken.

Dass es für wahre Laternen-Fans kein schlechtes Wetter gibt, bewiesen jetzt die Kinder und Eltern der DRK Kita Heeper Strolche. Sie unterzogen ihre bunten, selbst gebastelten Laternen einem Dauernässetest und waren trotz des anhaltenden Regens bester Stimmung. Getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ versammelten sich die rund 100 Teilnehmer mit Gummistiefeln, Matschhosen, Regenjacken und Schirmen ausgestattet an der Kita. So manche Laterne war vorsichtshalber mit einer Plastiktüte geschützt, um auch für das später in der Woche stattfindende Martins-Singen einsatzbereit zu bleiben.

Die Musiker des Posaunenchores Heepen hatten sich zum Schutz ihrer Instrumente unter dem Vordach der Kita postiert. Sie stimmten die Gäste zu den Klängen von „Ich geh mit meiner Laterne“ musikalisch ein. Nach einer wetterbedingt kurzen Runde durch die Nachbarschaft, die diesmal leider ohne musikalische Begleitung stattfinden musste, trafen sich alle unter dem schützenden Dach der Grundschule wieder. Der Evergreen „Milly und Molly“ rangierte wie jedes Jahr in der Beliebtheitsskala der Kinder ganz oben. Nicht nur die Kühe im Lied, sondern auch einige Kinder drehten sich unter ihren bunten Regenschirmen im Kreis. „Klitschnass sind wir“, krähten sie fröhlich und machten den Erwachsenen einmal mehr vor, dass sie mit dem Wetter offensichtlich deutlich besser zurechtkamen.

Nach „Der Herbst ist da“ und dem gerade frisch eingeübten „Lantern parade song“ aus dem frisch gestarteten Early-English-Kurs ging es zurück in die heimelige und warme Kita. Dort konnten sich alle beim abschließenden gemütlichen Beisammensein mit von den Eltern zusammengestellten internationalen Köstlichkeiten und warmen Kinderpunsch wieder etwas aufwärmen. Kita-Leiterin Marita Gelbe-Kruse zeigte sich trotz extremer Wetterbedingungen zufrieden: „So etwas habe ich in den letzten 25 Jahren noch nie erlebt“, erzählte sie. Trotzdem war sie froh „dass wir das durchgezogen haben und die Stimmung so schön war“.

Das Strolche-Team dankt allen wetterfesten Kindern für ihre anhaltend gute Laune, den Eltern für das leckere Essen, dem Förderverein für den Kinderpunsch, dem Posaunenchor Heepen für die musikalische Gestaltung und der Verkehrswacht für das sichere Geleit.

DRK trauert um Paul Lindsay

Immer mittendrin: Bei seinen Kinderkonzerten begeisterte Paul Lindsay temperamentvoll und mit immer neuen Liedern kleine und große Early-English-Fans.

Der Kreisverband Bielefeld des Deutschen Roten Kreuz (DRK) trauert um Paul Lindsay. Der aus Belfast stammende Liedermacher, Komponist, Sänger, Musik- und Englischlehrer ist im Alter von 63 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. „Wir trauern um einen großartigen und charismatischen Menschen, der es wie kein zweiter verstanden hat, Klein und Groß für die englische Sprache zu begeistern. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie“, sagt DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus.

Lindsay entwickelte das Early English Programm, an dem seit 2009  rund 450 Kinder aus allen Bielefelder DRK Kitas teilnehmen. Bundesweit sind es mehr als 5.000 Kinder im letzten Kindergartenjahr, die spielerisch und mit viel Spaß Lieder und erste Redewendungen in englischer Sprache lernen. „English is easy, English is fun“ – der Musiker lebte diesen Leitsatz, dem er auch eines seiner ersten Lieder widmete. Jährlich traf er sich mit den Verantwortlichen in den Kitas – stets dabei seine Gitarre. Bei diesen sogenannten „Brush ups“ griff der Ire neue Ideen, Spiele und Lieder der Erzieherinnen und Erzieher auf und entwickelte diese gemeinsam weiter. „Manchmal haben wir sogar neue Lieder getextet und komponiert“, erzählt Projektleiterin Marita Gelbe-Kruse. „Die Begegnungen mit Paul waren immer inspirierend, einfach großartig“.

Seit 2013 besuchen die angehenden Schulkinder aller DRK Kitas als Höhepunkt und Abschluss des Early English Kurses das Annie und Alex-Musical.  Erzählt wird dabei die spannende Geschichte von Annie und Alex, die bei ihrer Reise durch das Rainbow Land viele Abenteuer erleben und stets die für die Kinder längst vertrauten Lieder im Gepäck haben. In den Jahren 2014 und 2015 gab Lindsay erstmals Kinderkonzerte vor allen kleinen Teilnehmern des Early English Programms. Zuletzt stellte er dort seine neueren, rockigen Lieder vor „weil die Eltern immer dabei sind, wenn die Kinder zu Hause Early English Songs hören“, erzählte Lindsay. In sein letztes Album ließ der sympathische Musiker auch musikalische Elemente der Beatles, von Led Zeppelin oder Elvis Presley einfließen.

Lindsay hinterlässt als Mensch eine große Lücke. Gelbe-Kruses letzter Wunsch gilt aber besonders dem leidenschaftlichen Musiker: „Vielleicht sitzt Paul ja jetzt gerade zwischen David Bowie und Leonard Cohen und genießt einfach die gute Musik“.

Die Natur ruft – Heeper Strolche besuchen Heerser Mühle

Während sich Melina (links, gehalten von Mutter Bolano Salazar) mit Gebäck stärkt, hat es ihr Bruder Lucian auf die Erdbeeren abgesehen.
Einen Mordsspaß bereitet Finnlay, Laura, Amira und Emily der Eiertanz über kleine, spitze Flußkiesel durch das kalte Werre-Wasser.
Klatschnass liefern sich Milina (links) und Adam eine fröhliche Wasserschlacht.

Das Leitmotiv der „Heerser Mühle“ lautet „Natur erleben und erfahren“. Das Umweltzentrum ist insbesondere für Familien ein bekannter Freizeit- und Erholungsort in der Region. Zum Abschluss des Kindergartenjahres führte ein Ausflug von Kindern, Eltern und Team der DRK Kita Heeper Strolche in das bekannte Spiel- und Lernparadies.

„Wow, da ist ein Labyrinth“, ruft Ronny und seine Augen strahlen. Sofort den Turbo eingeschaltet und ab geht es vorbei an duftenden, farbenfrohen Kräuter- und Wildblumengärten zum Spielplatz. Zwischenstopp an einem Schild, das zur Kennzeichnung eines Baumes in die Erde gesteckt ist. Ronny streicht mit den Fingern mehrmals über die Oberfläche. „Ist das hier kein Buch?“, fragt er. Gemeint ist ein Touch-Screen, den man auf dem 37 Hektar großen naturnah angelegten Gelände natürlich nicht finden wird. Macht aber nichts, denn es gibt ja so viel anderes zu entdecken.

Zwischenzeitig sind auch die anderen Familien beim Spielplatz eingetroffen. Bei einem leckeren Picknick im Freien, das die Eltern mit mundgerechten Köstlichkeiten bestückt haben, stärken sich Kleine und Große. Mit viel Tatendrang und Temperament (und erdbeerrot verschmierten Mündern) wird der Spielplatz erobert. Klettern, rutschen, springen – allein hier könnte man einen ganzen Nachmittag verbringen.

Die ersten Mutigen machen sich auf zur Werre, die nur einige Meter breit entspannt durch ein schattiges Waldstück plätschert. Während eine Gruppe den Weg über die Brücke nimmt und dabei fröhlich umhertanzende Schmetterlinge beobachtet, wagen sich andere auf der kürzeren Strecke einen kleinen Abhang hinunter. „Pass auf, dass Du nicht nass wirst“, „Die Gummistiefel bleiben an“ oder „Nicht mit Wasser spritzen“ hört man von allen Seiten die mahnenden Worte der Eltern. Was niemanden wundert: Diese Ansagen halten die fröhliche Schar aus Wasserspritzern, Schwimmern und Steinchensuchern nur wenige Minuten davon ab, ihre höchst eigenen Vorstellungen von einem gelungenen Spiel am und im Wasser in die Tat umzusetzen.

Das Ergebnis: Vor Freude kreischende und lachende Kinder, in ihr Schicksal ergebene schmunzelnde Eltern, ein Haufen nasser Kleidung und jede Menge Spaß.

So ging der schöne Nachmittag viel zu schnell zu Ende und alle wären sicher gerne noch länger geblieben. Wir danken allen, die mit guter Laune und leckerem Essen zum guten Gelingen des Ausfluges beigetragen haben. Bestimmt kommen wir einmal wieder.

Bärenstarke Heeper Strolche - Vorschulkinder lernen Selbstbehauptung

„Wir haben Mut, wir sind fair und stark wie ein Bär“: Die Vorschulkinder demonstrieren eindrucksvoll, was sie gelernt haben.
Berührungsängste überwinden: In der „Waschstraße“ fühlt sich Tasnim so richtig wohl.
Käse, Salami, Wurst: Lena (von unten), Alexia und Melda wissen: „Wenn die unten keine Luft mehr kriegt, sagt sie stopp“.

In der Turnhalle der DRK Kita Heeper Strolche ist was los. Hier dürfen Vorschulkinder unter Aufsicht rangeln und raufen, kämpfen und schreien. Bereits im zweiten Jahr absolvieren die Strolche das Selbstbehauptungsprogramm „Bärenstark in Bielefeld“. Seit vier Wochen lernen die Kinder einmal pro Woche für 60 Minuten, wie man hilfsbereit, mutig und fair sein kann und dass man andere respektvoll behandelt, auch wenn man der Stärkere ist.

Wie man das trainieren kann, zeigt den Kindern Stefan Gröger. Er ist Kampfkunst Fachsportlehrer aus dem Verein TAO Bielefeld, einem Kooperationsverein der Sportjugend Bielefeld. Dort wurde 2013 das Bärenstark Programm entwickelt. Seitdem haben rund 400 Kinder daran teilgenommen.

Eines von ihnen ist die sechsjährige Melda. Lebhaft erzählt sie von ihren Lieblingsspielen. „Krankenhaus“ ist eines davon, ein Spiel, in dem Kinder gefangen, aber von zwei Helfern auf eine Matte getragen und so ausgelöst werden können. „Hilfsbereitschaft, Mut, Fairplay, Vertrauen – für all das werden die Kinder hier  sensibilisiert“, sagt Uwe Hacker. Die Kinder forderten dieses Spiel auch im Kita-Alltag ein, erzählt der Erzieher. Ein Zeichen dafür, dass die Spiele vor allem Spaß machen, auch wenn es zwischenzeitlich ordentlich zur Sache geht.

Dass die Kinder im Eifer des Gefechts nicht übertreiben, dafür sorgt Stefan Gröger. „Wenn ein Kind stopp ruft, muss sofort Schluss sein“, erklärt er den Kindern und  droht der temperamentvollen Gruppe augenzwinkernd an. „Ich werde unfair, meine Hilfsbereitschaft lässt nach“. „Wir sind fair, nicht unfair“, wird Gröger von Ronny (6 Jahre) direkt in seine Schranken gewiesen. Ein Zeichen dafür, dass die Lektion bei den Mädchen und Jungen angekommen ist.

„Die Vorschulkinder haben gelernt, dass es Spiele gibt, bei denen man miteinander kämpft, ohne sich wehzutun“, resümiert Hacker. Auch hätten Kinder miteinander Kraftproben gemacht, die dies im Alltag nie tun würden.

  „Bärenstark bietet den Rahmen, etwas auszuprobieren, sich anders zu erleben und verhilft so zu so mehr Selbstbewusstsein“. Besonders wichtig ist für ihn, dass bestimmte Spiele nur in der Gruppe funktionieren: „Egoismen abzulegen und Spaß daran zu finden, wenn jemand anderer Freude hat, bringt erst den richtigen Kick“.