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News | Aktuelles 2013

Kinder besser auf den Schulstart vorbereiten - Martini-Stiftung und Stiftung Diamant Software unter-stützen Kooperationsprojekt mit bislang 95.000 Euro

Ziehen positive Bilanz: (V. l.) Angelika Riedrich (DRK Kreisverband), Roswitha Lammel (Grundschule Am Homersen), Hermann Martini, Michael Martini (beide Martini-Stiftung)

Ein positives Zwischenfazit zogen DRK Kitas, Grundschulen und Stiftungen beim ersten Stiftertreffen zum Projekt „Fähigkeiten der Kinder entdecken und stärken“. Unterstützt wird das Kooperationsprojekt von der Martini-Stiftung und der Stiftung Diamant-Software aus Bielefeld. Gegenstand der Kooperation ist die individuelle Förderung von Kindern, die nicht durch Frühförderkonzepte oder Therapien in ihrer Lernentwicklung begleitet werden. Die zu fördernden Kinder werden in den letzten beiden Kindergartenjahren bis zu Beginn der Schuleingangsphase, also insgesamt für drei Jahre, von erfahrenen Pädagoginnen begleitet.

Die Pilotphase des Projektes startete 2010 im FamZ (Familienzentrum) DRK Kita Nestwerk in Heepen. „Einige Kinder benötigen mehr Zeit als andere und spezielle Anregungen, um optimal vorbereitet in die Schule starten zu können“, erläutert Kita-Leiterin Ursula Reinsch die Grundidee des Projektes. Diese Kinder seien normal begabt und könnten daher nicht durch andere Frühförderkonzepte unterstützt werden. Gleichwohl hätten Brüche in der Entwicklungsphase oder spezielle familiäre Situationen dazu geführt, dass die Kinder ihre Stärken nicht entfalten könnten. Die Gründe seien vielfältig, sagt Reinsch: „Mal ist es das kranke Geschwisterkind, die berufliche Situation oder unzureichende Sprachkenntnisse, die es Eltern erschwert, dem Kind bestmögliche Rahmenbedingungen für seine Entwicklung zu geben.“

Hier setzt das Projekt an. In enger Abstimmung mit den Eltern, Erzieherinnen und der Lehrkraft erarbeitet die Lernbegleiterin einen Förderplan, der von allen Beteiligten mitverantwortlich getragen wird. Durch dieses Netzwerk sollen präventiv bestmögliche Voraussetzungen für schulisches Lernen geschaffen werden. Lesen, Schreiben und Rechnen stehen dabei nicht auf dem Stundenplan der Kinder. Vielmehr unternehmen sie Ausflüge in den Tierpark, auf den Markt, ins Museum oder Theater.

 

Projektbeteiligte und Stifter zogen erste positiv Zwischenbilanz des Projektes Projekt „Fähigkeiten der Kinder entdecken und stärken“

„Das Erlebte verhilft den Kindern zu mehr Selbstbewusstsein“, formuliert Roswitha Lammel, Schulleiterin der Grundschule Am Homersen und Initiatorin des Projektes, ein Ziel der Initiative. Gleichzeitig werden die Eltern durch Beratungsgespräche unterstützt. Dort erfahren sie auch, wie sich scheinbar

banale Tätigkeiten wie das gemeinsame Kochen oder Backen als Lernfelder für Sprache und Mathematik eignen. Zwischenzeitlich sind erste Kinder in der Schuleingangsphase der Grundschule angekommen. „Unsere Hoffnungen haben sich mehr als erfüllt“, sagt Lammel.

Hermann Martini zeigte sich begeistert vom bisherigen Verlauf: „Die Erfahrungen zeigen, dass bei möglichst frühzeitiger Förderung der Kinder die besten Erfolge erzielt werden.“ Er dankte allen Beteiligten für ihr außerordentliches Engagement: „Da steckt viel Herzblut drin.“ Die Gelder seien richtig angelegt. Insgesamt sind sechs DRK Kindertagesstätten in Mitte, Heepen, Milse und Sennestadt sowie fünf Grundschulen an dem Projekt beteiligt. Bislang werden rund 40 Kinder gefördert. Die jährlichen Zuschüsse der Stiftung Diamant Software und der Martini-Stiftung betragen insgesamt 36.000 Euro. Die Gesamthöhe der von den Stiftungen bis Sommer 2014 zur Verfügung gestellten Fördergelder beträgt rund 95.000 Euro.

Christina-Carolin Rempe

 

Projektbeteiligte „Fähigkeiten der Kinder entdecken und stärken“

 

Mitte: FamZ DRK Kita Weltweit, Josefschule

Heepen: FamZ DRK Kita Nestwerk, DRK Kita Heeper Strolche, DRK Kita Lummerland, Grundschule Am Homersen, Grundschule Heeperholz

Milse: DRK Kita Mehlhausen, Grundschule Milse

Sennestadt: FamZ DRK Kita Heideblümchen, Hans-Christian-Andersen-Grundschule

 

Die Stiftungen

 

Die Stiftung Diamant Software fördert Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen und unterstützt hilfsbedürftige Menschen durch eigene Projekte oder durch direkte Zuwendungen.

 

Die Ingrid- und Hermann-Martini-Stiftung unterstützt und fördert Behinderte und in Not geratene Menschen und fördert Erziehung und Bildung, Heimat- und Denkmalpflege sowie ehrenamtliche Tätigkeit.

 

Weitere Informationen:

DRK Kita und FamZ Nestwerk

Rüggesiek 26, 33719 Bielefeld

Ursula Reinsch, Telefon 05 21 – 336 76 96

 

DRK Kita Heeper Strolche ist Vorlesekita WESTFALEN BLATT-Redakteurin Sabine Schule zu Gast

Mit Bildern doppelt schön: Bei Sabine Schules Vorlesestunde hält es Ayse und Jayce (v. l.) nicht auf ihren Sitzen

Große Aufregung in der DRK Kita Heeper Strolche: WESTFALEN BLATT-Redakteurin Sabine Schule hat sich angekündigt, um Kindern der Einrichtung anlässlich des 10. Bundesweiten Vorlesetages vorzulesen. Beruflich eher eine Spezialistin für das geschriebene Wort teilte sie jetzt ihre Vorliebe für das Lesen mit den Kindern. Zusammen mit zahlreichen Prominenten aus Politik, Kultur und Medien lasen tausende ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorlesern in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken, Redaktionsräumen, sogar in Zügen und in der Fußgängerzone aus ihren Lieblingsgeschichten vor.

Sabine Schule las aus dem Buch „Es klopft bei Wanja in der Nacht“. Dieses Stück wurde dem mehrfach ausgezeichneten Kinderbuch von Tilde Michels nachempfunden: Der Jäger Wanja gewährt in einer bitterkalten Winternacht einem Hasen, einem Fuchs und einem Bären Unterschlupf – eine einfühlsame Fabel, die einen Appell für gegenseitige Toleranz beinhaltet.

Spannend: Naureen und Hedi (v. l.) hängen an den Lippen von WESTFALEN BLATT-Redakteurin Sabine Schule

Dass Vorlesen nicht nur den Zuhörern, sondern auch den Vorlesern Spaß macht, zeigte sich auch bei den Heeper Strolchen. Angesteckt von der Begeisterung der Kinder ließ sich die WESTFALEN BLATT-Redakteurin nicht lange bitten und las als Zugabe noch zwei Gespenstergeschichten vor. Und als Bonbon für die unermüdlichen Zuhörer, die Sabine Schule gar nicht gehen lassen wollten, gab es als Zugabe im Vorgriff auf die Advents- und Weihnachtszeit die Geschichte „Der Bäckerengel“. Entsprechend zufrieden zeigte sich daher auch Kita-Leiterin Marita-Gelbe Kruse: „Die Teilnahme am Bundesweiten Vorlesetag ist bei uns keine Eintagsfliege.“ Beim Vorlesen würden maßgebliche Grundlagen für einen späteren erfolgreichen Schulbesuch wie Konzentration oder Erweiterung des Wortschatzes gelegt.

Gespannte Zuhörer rund um Erzieher Uwe Hacker: Leni, Deniz, die Handpuppe Henry, Naureen, Erik (im Hintergrund) und Anton (v. l.)

Der Bundesweite Vorlesetag, eine Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn, ist Deutschlands größtes Vorlesefest. Der Aktionstag will ein Zeichen für das Lesen setzen und Freude am Lesen wecken. So sollen die Lesekompetenz von Kindern gefördert und damit Bildungschancen verbessert werden. Als besonderes Geschenk gab es zum Jubiläum sogar mit 80.000 ehrenamtlichen Vorleserinnen und Vorlesern einen neuen Teilnahmerekord.

 

Baumesse Bielefeld: DRK Kitas Lummerland und Heeper Strolche übernehmen Kinderbetreuung

Haben Spaß auf der Bielefelder Baumesse: Paul, Max und DRK-Erzieherin Stephanie Theiler-Friedrich

Vom 6. bis zum 8.09.2013 fand an der Bielefelder Radrennbahn die Baumesse Bielefeld statt. Zahlreiche regionale und überregionale Aussteller präsentierten die neuesten Trends zu den Themen Bauen, Wohnen, Renovieren und Energiesparen.

Mit von der Partie: Die DRK Kitas Lummerland und Heeper Strolche. Erzieher, Erzieherinnen und Eltern und der beiden DRK Kitas sowie ehrenamtliche Helfer betreuten während der Messe kostenlos die Kinder der Messebesucher. Die Aussteller hatten ein großzügiges Areal für die Kinderbetreuung zur Verfügung gestellt. Kreatives altersentsprechendes Spielmaterial wurde aus den Einrichtungen mitgebracht. So konnten sich die Eltern in Ruhe auf der Messe informieren und wussten ihre Kinder in  guten Händen.

Für die Betreuung erhalten beide Kitas je 400,00 €. Von dem Geld sollen – ganz im Sinne einer Baumesse – Holzbausteine (Lummerland) und magnetisches Konstruktionsmaterial (Heeper Strolche) angeschafft werden. Veranstalter und Kitas zeigten sich gleichermaßen zufrieden mit dem Verlauf der Bielefelder Baumesse. Eine erneute Zusammenarbeit für die Bielefelder Baumesse im September 2014 ist in Planung.

Marita Gelbe-Kruse

School is cool

Einmarsch der Hauptpersonen: Die übrigen Kinder bilden für die zukünftigen Schulkinder ein Ehrenspalier

Die zukünftigen  Schulkinder der DRK-Kita Heeper Strolche wurden jetzt im Rahmen einer kleinen Feier verabschiedet. Alle Kita-Kinder standen Spalier, als die kleinen Ehrengäste feierlich einmarschierten. „Wir sagen alle Dankeschön“ sangen die Erzieher und Kita-Leiterin Marita Gelbe-Kruse dankte den Kindern für die schöne Zeit. „Man kann gleichzeitig traurig sein und sich freuen“, sagte sie und verwies damit auf die Stimmungslage der Mädchen und Jungen, Eltern und Erzieher.

Jedes Kind bekam seine Bildungsdokumentation überreicht. Darin enthalten sind Bilder und Basteleien der Kinder, eine Foto-CD sowie ein schriftlicher Überblick über die während der Kindergartenzeit erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Lernfortschritte.

Geschafft: Die DRK-Kita Heeper Strolche präsentiert stolz die Schulkinder 2013

Darüber hinaus gab es eine vom Strolche-Team gebastelte Spardose. Die beliebte DRK-Handpuppe Henry verabschiedete die Mädchen und Jungen höchstpersönlich per Handschlag. Mit dem Lied „School is cool and here we come“ verabschiedeten sich die Schulkinder und stellten noch einmal eindrucksvoll unter Beweis, was sie in Sachen “Early English” alles drauf haben.

Um den Übergang aus der Kita in die Grundschule zu symbolisieren, hatte sich das Strolche-Team etwas Besonderes einfallen lassen: Mit den Namen der Kinder versehene Tischtennisbälle mussten durch das Loch eines großen Sprungtuches fallen, damit die Kinder auch in der Schule ankommen. Hier war Teamarbeit gefragt denn alle Eltern, Kinder und Erzieher waren gleichermaßen für den richtigen Weg der Bälle verantwortlich.

Mit vereinte Kräften: Tischtennisbälle symbolisieren die Schulkinder, die durch ein Loch im Schwungtuch in der Schule ankommen

 

Unter großem Hallo wurden nach und nach alle Kinder in der Schule begrüßt. Ein Riesenspaß, der allen noch einmal gezeigt hat, wie schön die gemeinsame Zeit gewesen ist. Einerseits schwingt ein bisschen Wehmut mit, wenn wir die Kinder jetzt ziehen lassen müssen. Andererseits blicken alle mit Stolz darauf zurück, was sie während der Kindergartenjahre gelernt haben. Die Kinder jedenfalls sind ganz gespannt und freuen sich schon auf die Einschulungsfeier.

Wir wünschen unseren Schulkindern 2013 einen guten Start in die Schule, nette Lehrer, alte und neue Freunde sowie viel Spaß beim Lernen und Großwerden!

Christina-Carolin Rempe

 

Schule, wir kommen!

Vin, Emirhan, Melinda, Maja, Ayman und Emily (Vorne, v. l.) können es kaum erwarten, das noch warme Stockbrot zu verputzen. Uwe Hacker und Stefanie Theiler-Friedrich (hinten, v. l.) sorgen für Nachschub

Als Höhepunkt und Abschluss des Schulkinderkurses haben wir auch in diesem Jahr das traditionelle Übernachtungsfest der zukünftigen Schulkinder in der Kita gefeiert. Am 14. Juni 2013 haben sich (fast) alle Vorschulkinder auf den Weg in die Kita gemacht. Sie brachten dabei nicht nur Schlafanzug, Kuscheltier und Taschenlampe, sondern auch eine große Portion Vorfreude, Abenteuerlust und guter Ideen mit.

Eine Nacht im Kindergarten – welch ein Erlebnis! Über Jahre haben die Mädchen und Jungen dort viel gelacht, gespielt und neue Freunde kennengelernt: Aber nur am Tag! Wie sehen die vertrauten Räume wohl in der Nacht aus? Einige Kinder waren ganz aufgeregt, weil sie zum ersten Mal außerhalb ihres Elternhauses übernachteten. Für andere dagegen war es einfach mal cool, nicht im eigenen Bett zu schlafen.

Aufgeregt und fröhlich wuselten die Übernachtungsgäste über die Flure, um die Schlaflager aufzubauen. Wo schlafe ich? Wer schläft neben mir? Schnell konnten wir alle Wünsche zur Zufriedenheit erfüllen. Dann ging es in den Garten: Bei herrlichem Sonnenschein wurde gegrillt und Stockbrot gebacken. So konnten die Kinder mit vollem Bauch gleich doppelt so gut weiterspielen.

Als besondere Überraschung unternahmen die Mädchen und Jungen einen abendlichen Spaziergang durch Heepen. Mit einem leckeren Eis aus der Eisdiele konnte auch der letzte Hunger gestillt werden. Zurück in der Kita warfen sich alle in ihre Schlafanzüge. Aber die Pyjama-Party ging noch weiter: Während einige Kinder mit Bügelperlen bastelten, bauten andere in der Turnhalle aus verschiedenen Lampen und farbige Bausteinen kreative Lichtkonstruktionen.

Emily, Amelie und Irem (vorne, v. l.) lassen sich ihr Eis in der Heeper Eisdiele schmecken. Im Hintergrund genießen Matija, Melinda und Maja

Gegen 23.30 Uhr fielen alle todmüde ins Bett, um nach – teils unruhigen – sechs Stunden Schlaf wieder fröhlich aufzustehen: Schließlich ist die Zeit in der Kita viel zu kostbar, um sie mit Schlafen zu verbringen … So wurde am frühen Samstagmorgen das Nachtlager aufgeräumt und gemeinsam ausgiebig gefrühstückt – natürlich dem Anlass angemessen mit frischem Obst, Nutella und Kakao. Danach konnten die Eltern ihre noch müden, aber hochzufriedenen Sprösslinge wieder in Empfang nehmen.

Nach den Sommerferien beginnt für die Kinder ein neuer Lebensabschnitt in der Grundschule. Am 18. Juli 2013 werden die Mädchen und Jungen im Rahmen einer kleinen Feier offiziell verabschiedet. Wir wünschen allen einen guten Start in die Schule und freuen uns über die schöne Zeit, die wir miteinander verbracht haben.

Unsere Schulanfänger 2013: Amelie, Ayman , Emily, Emirhan, Irem, Jenke, Lazar, Leon, Maja, Matija, Melinda, Paul, Paul Niklas, Vin Luca

Christina-Carolin Rempe

Erdbeeren wachsen nicht auf Sträuchern

Carlotta und Isabel (v. l.) sind fleißige Erntehelfer auf dem Erdbeerfeld

Sommerzeit – Erdbeerzeit! Aber wie sehen denn eigentlich Erdbeeren und Erdbeerpflanzen aus? Wo wachsen sie? Und vor allem: Wie schmecken sie? Diesen und anderen Fragen gingen die Vorschulkinder im Rahmen des Erdbeerprojektes am 19. und 20. Juni 2013 nach. Unter fachkundiger Anleitung von Silke Hesse, Ernährungswissenschaftlerin bei der REGE mbH Bielefeld, erfuhren die Kinder Wissenswertes rund um die beliebte Frucht.

Kulinarischer Höhepunkt des ersten Tages: die Mädchen und Jungen bereiteten gemeinsam Erdbeermilch und Erdbeerquark zu, die sie anschließend verzehren durften. Das war nicht nur richtig lecker, sondern auch lehrreich: Denn die frisch zubereiteten Produkte unterschieden sich geschmacklich deutlich von den Fertigprodukten, die den Vorschulkindern bisher bekannt waren.

Vorsichtig werden die Früchte entstielt, gereinigt und zerkleinert

Am zweiten Projekttag stand ein Ausflug zum Erdbeerfeld auf dem Programm. Hier galt es, das erworbene Wissen anzuwenden. Die Kinder wussten genau, wie reife Erdbeeren aussehen und welche Früchte besser noch nicht geerntet werden. Denn nur die roten Erdbeeren schmecken so richtig lecker. Vorsichtig mussten die Früchte gepflückt werden, damit sie sie heil im Korb landeten. Immer wieder verschwanden einzelne Beeren direkt im Mund der kleinen Schleckermäuler, die mit Begeisterung feststellten, wie köstlich frisch gepflücktes Obst schmeckt!

Die leckere Marmelade wurde in null-komma-nichts von allen Kindern in der Kita verzehrt

Über 5 kg Beeren brachten die fleißigen Erntehelfer mit in die Kita. Dort ging es mit Hilfe einiger Eltern weiter: Erdbeeren wurden entstielt, gereinigt und anschließend mit  Messer, Pürierstab oder Mixer zerkleinert. Die Kinder lernten verschiedene Gelierzucker kennen und stellten selbst Marmelade auf kaltem Wege her. Während die Eltern den heißen Teil übernahmen, bemalten die Mädchen und Jungen Schilder für die Erdbeermarmeladengläser.

Auch hier waren die Mädchen und Jungen mit Feuereifer dabei – und die köstliche Marmelade wurde von allen Kindern der Kita mit Begeisterung verzehrt. Am Ende zweier spannender Tage waren sich alle einig: Erdbeeren sehen toll aus und sind gesund, aber vor allem seeeehr lecker!

Christina-Carolin Rempe

 

Englisch lernen in der DRK - Kita Spaß und Selbstbewusstsein stehen im Vordergrund

Begeistert: Die DRK-Vorschulkinder feiern mit dem Besuch des Annie und Alex-Musicals den Abschluss des Early English Angebotes

In weniger als fünfzehn Jahren kooperieren und konkurrieren Kinder, die heute in den Kindertagesstätten (Kita) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) spielen, auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Hierbei wird ihre Fähigkeit Englisch zu sprechen, ein großer Vorteil sein. Jetzt haben rund 80 Vorschulkinder aus sechs DRK-Einrichtungen einen knapp einjährigen Early English Kurs erfolgreich abgeschlossen.

Kinder, die schon englische Grammatik büffeln und Vokabeln pauken, anstatt mit ihren Freunden zu spielen? „Davon ist unser Early English Konzept weit entfernt“, sagt Kita-Leiterin Marita Gelbe-Kruse. Sie ist im DRK-Kreisverband Bielefeld e. V. verantwortlich für das Projekt und koordiniert alle kitaübergreifenden Aktivitäten. „Ziel ist es, die Kinder mit so viel Spaß an die englische Sprache heranzuführen, dass sie das Lernen dabei gar nicht bemerken."

Mit Alex und Annie (v. l.) lernen die DRK-Kinder spielerisch die englische Sprache

Dass die Kinder mit Spaß bei der Sache sind, konnten Eltern und Angehörige jetzt hautnah miterleben. Als Höhepunkt und Abschluss des Programms hatte das DRK alle Early English Absolventen und ihre Familien in die Lutherschule eingeladen. Dort führten die Schauspieler Sabine Sturm und Christopher Fliether aus Hamburg das Annie und Alex-Musical auf. Erzählt wird dabei die spannende Geschichte von Annie und Alex, die mit ihren Freunden bei ihrer Reise durch das Rainbow Land viele Abenteuer erleben.

„English is easy, English is fun“, „One little, two little, three little fingers”, “Beautiful colours” – die kleinen Zuschauer können jedes Lied auswendig mitsingen. „Musik und Rhythmus unterstützen die in diesem Alter besonders ausgeprägte Merkfähigkeit der Kinder“, erläutert Marita Gelbe-Kruse. Die Aussprache falle den Mädchen und Jungen leicht und die Worte werden ihnen schnell vertraut. „So wird die gesamte spätere Sprachkompetenz gestärkt.“

Stars zum Anfassen: Alex und Annie alias Christopher Fliether und Sabine Sturm (v. l.) zählen mit den DRK-Kindern auf Englisch

Kurze, einfache und eingängige Lieder sind der wichtigste Baustein des Konzeptes. Diese enthalten jeweils ein Lernziel und bauen systematisch aufeinander auf. Ergänzt werden sie durch einfache Übungen, Spiele sowie Mal- und Bastelarbeiten. Der Unterricht findet einmal wöchentlich in effektiven Kleingruppen statt.

Ist es sinnvoll, Kinder bereits in der Kita mit einer Fremdsprache zu konfrontieren? „Diese Frage wird tatsächlich immer wieder diskutiert“, räumt Marita Gelbe-Kruse ein. Der Vorsprung an erlernten Vokabeln und Redewendungen sei in kurzer Zeit aufzuholen. „Der wahre Lernvorteil der Early English Kinder ist die Erfahrung, dass Lernen Spaß macht.“ Die Jungen und Mädchen lernen selbstverständlicher und mit größerem Selbstbewusstsein.

Das Programm „Early English“ ist ein innovatives Lernkonzept für Kinder im letzten Kindergartenjahr bis zum Ende der 4. Klasse. Es wurde von dem Lehrer und Musiker Paul Lindsay entwickelt.

Christina-Carolin Rempe

Weitere Informationen: www.annie-alex.com

Kinder sind von klein auf Forscher - Auszeichnung für die Heeper Strolche

Wie die Zeit vergeht: V. l. Leni (5), Emilia (4), Deniz (4) und Melinda (6) be-obachten ihre selbstgebaute Sanduhr

Als dritte DRK-Kita in Bielefeld darf sich die Kita Heeper Strolche nun „Haus der kleinen Forscher“ nennen. Projektleiterin Ariane Wehmeier von der Lippe Bildung eG zeichnete die Einrichtung im Rahmen einer Feierstunde mit Plakette und Urkunde aus und überreichte Forschermedaillen an die Kinder.

Zuvor mussten die Erzieherinnen der Einrichtung den Nachweis erbringen, dass naturwissenschaftliche, mathematische und technische Bildung einen festen Platz im Kita-Alltag einnimmt. „Kinder sind von klein auf Forscher“, weiß Kita-Leiterin Marita Gelbe-Kruse. Deswegen gehen die Erzieherinnen auch regelmäßig mit den Mädchen und Jungen auf Entdeckungsreise, um Phänomenen aus Natur und Technik auf den Grund zu gehen. „Wir greifen Alltägliches auf und beleuchten es von allen Seiten“, erläutert Projektleiterin Ilona Grabsch. Dabei werden die Kinder spielerisch an die Neugier auf die Welt herangeführt. Ganz nebenbei verbessern sie durch das gemeinsame Experimentieren soziale und motorische Fähigkeiten

Ein gutes Team: Carlotta (5),Leni (5) und Emily (5) bauen eine Wasseruhr

Was die Kinder der DRK-Kita Heeper Strolche so alles drauf haben, stellten sie anlässlich des bundesweiten Tages der kleinen Forscher eindrucksvoll unter Beweis. Wie alt ist eigentlich „alt“? Was bedeutet „morgen“? Sind 10 Minuten lang oder kurz? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, wurde experimentiert, was das Zeug hält. Dabei bauten die Kinder Wasser-, Sand- und Sonnenuhren, um dem Phänomen Zeit auf die Spur zu kommen. Eltern und Erzieherinnen hatten in den vorangegangenen Wochen alte, ausrangierte und moderne Uhren gesammelt und zu einer Ausstellung zusammengestellt. Außerdem durften die kleinen Zeitforscher das Innenleben einer Uhr unter die Lupe nehmen.

So sehen Forscher aus: Irem (6), Emily (6), Paul (5) und Isabel (5) (vorne, v. l.) zeigen stolz ihre Forscherdiplome. Projektleiterin Ilona Grabsch und Kita-Leiterin Marita Gelbe-Kruse werden von Ariane Wehmeier (hinten, v. l.), Lippe-Bildung eG, mit offizieller Plakette und Urkunde ausgezeichnet.

 

Das „Haus der kleinen Forscher“ ist eine bundesweite Stiftungsinitiative, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Sie hilft mit ihren Angeboten Pädagogen dabei, Mädchen und Jungen im Kindergarten- und Grundschulalter bei ihrer Reise in die Welt der Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu begleiten. Dabei stellt die Stiftung den teilnehmenden Einrichtungen kostenlos Arbeitsunterlagen in Form von Projektbroschüren und Experimentierkarten zu verschiedenen Themen zur Verfügung.

Die DRK-Kita Heeper Strolche wurde durch das lokale Netzwerk Lippe Bildung eG mit dem Angebot von Workshops unterstützt. Hier konnten die Erzieherinnen das Konzept  „Haus der kleinen Forscher“ kennenlernen, selbst experimentieren und Ideen zur Einbindung des Konzeptes in die tägliche Arbeit mit in die Kita nehmen. Zuständig für das Projekt in der Einrichtung sind Ilona Grabsch und Stefanie Theiler-Friedrich, die sich seit 2009 in der kindgerechten Vermittlung von Naturphänomenen weitergebildet haben.

Weitere Informationen: www.Haus-der-kleinen-Forscher.de

Christina-Carolin Rempe